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Die Badestadt



Budapest Film - Die Badestadt

 

Das für seine Heil- und Thermalbäder berühmte Budapest bietet nun auch Frauen die Möglichkeit, in den Genuss des Thermalbeckens eines seiner türkischen Bäder, des Rudas Heilbades, zu kommen. Mit dem 1.Juli 2006 wird ein nur für Frauen reservierter Besuchstag eingeführt, der jeweils dienstags zwischen 06:00 und 20:00 Uhr Gelegenheit zum einzigartigen Erlebnis des Badens ohne Badeanzug, einmalig in Europa in einem originellen türkischen Bad, bietet. Eine weitere wichtige Änderung ist, dass auch die Wochenendtage freigegeben worden sind und das Rudas somit für beide Geschlechter im Badeanzug samstags und sonntags offen steht. Diejenigen, die das Baden mit dem Vergnügen verbinden möchten, können jede Freitag- und Samstagnacht an einer berauschenden Feier teilnehmen!
Weitere Informationen finden Sie unter: www.spasbudapest.com www.ticket.info


Heilwasser in Budapest

 

Heute verfügen annähernd alle Viersterne-Hotels über Fitnessabteilungen und entsprechende Dienstleistungen des Bereichs Wellness. Unter diesen Häusern sind zahlreiche zu finden, welche sich auf Spa (Sanus per Aquam), d.h. Heilung durch Wasser, spezialisiert haben. Um diesen Weg weiterhin erfolgreich beschreiten zu können, gelangen zwischenzeitlich weltweit die bekannten Methoden und Mittel zum Einsatz. Besonders wirksam erweisen sich hierbei Thermal- und Heilwässer. Die mit letzteren durchgeführten Therapien werden in einer ruhigen und der Entspannung dienenden Umgebung bewerkstelligt. Hierfür stehen generell fachorientierte, kompetente Ärzte zur Verfügung.

 

Als einzige Großstadt der Welt verfügt Budapest reichlich über Heilwasserquellen. Die Thermalbäder gehören zu den Sehenswürdigkeiten und Anziehungskräften dieser Stadt. Der Thermalwasserertrag aus 118 natürlichen Quellen, bzw. Rohrbrunnen liegt bei 70 Millionen Liter pro Tag. Die Wassertemperatur liegt zwischen 21 und 78 Grad Celsius. Die alten Römer, die sich die Gebiete westlich der Donau eroberten, haben ihren Sitz Aquincum - unter anderem- deshalb an dieser Stelle gegründet, weil sie großes Gefallen am Heilwasser der hiesigen Thermalquellen empfanden. Die Ruinen der gigantischen römischen Bäder sind heute vielenorts in Óbuda zu besichtigen. Zur Zeit der Türkenherrschaft (1541-1686) wurden zahlreiche Bäder wegen der Hygiene und zur Gesundheitspflege gebaut. Originalteile aus dieser Epoche blieben in einigen der Bäder bis heute in heilem Zustand erhalten. Budapest wurde im 20. Jahrhundert zur Badestadt, als damals in den 20ern die Förderung der Badekultur in den Mittelpunkt der Fremdenverkehrspolitik der Stadt gestellt wurde. Im Jahre 1934 wurde Budapest offiziell in den Rang einer ’Badestadt’ erhoben.
Von den jungen Budapestern werden die Bäder kaum besucht, abgesehen von den außergewöhnlichen Cinetrip - Veranstaltungen (seit kurzem: Magic Bath), die seit 1998 groß in Mode sind. Die jungen Leute von heute bevorzugen viel lieber die Freibäder.

 


 

Gellért Heilbad (XI. Kelenhegyi út 4.)

 

Im Mittelalter wurde hier am Fuße des Berges ein Krankenhaus errichtet, und zu den Türkenzeiten am gleichen Ort ein Bad gebaut. Das heutige Gellért Heilbad - und Hotel wurde 1918 erbaut. 1927 wurde die Badeeinrichtung mit einem Wellenbad, 1934 mit dem Sprudelbad ergänzt. Der ’Gellért’ ist das schönste Bad von Budapest: die ursprüngliche Jugendstileinrichtung mit den kunstvollen bunten Mosaiken, Marmorsäulen, Glasfenstern und Statuen, blieb in den Räumlichkeiten des Bades erhalten. Das Gellért Bad rückte recht bald in den Mittelpunkt des Interesses, als 1931 Herrn Dr. Ramon Costello, einem schwarzen Arzt aus Kuba, wegen den amerikanischen Hotelgästen der Zutritt ins Bad für mehrere Tage verweigert wurde. Der Vorfall löste einen riesigen innenpolitischen Skandal aus. Schließlich brachte die Hauptstadt die Entscheidung: Castello musste der Einlass ins Bad gleichermaßen gewährt werden. 
Wassertemperatur: 26-38 °C 
Becken: Wellenbad im Freien, Thermalbecken, Kinderbecken, Schwimm –und Sprudelbad im Innen, 9 Heilbecken. Zusammensetzung des Wassers: Natrium, Kalzium, Magnesium, Wasserstoffkarbonat, Sulfatkloried. Eine Thermalquelle mit hohem Fluoridgehalt. 
Öffnungszeiten: 6:00-20:00

 

 

Széchenyi Heilbad (XIV. Állatkerti körút 11.)


 Eines der größten Bäderkomplexe Europas, und das allererste Heilbad auf der Pester Seite der Hauptstadt, das heute noch in Betrieb ist. Die Badeeinrichtung wurde in zwei Etappen gebaut: zum Heilbad im Jahre 1913 kam das Freibad 1927 hinzu. Das Badgebäude im Neubarockstil versprüht eine besondere Atmosphäre. Im Freien sind über das ganze Jahr hinweg drei Becken im Betrieb, von denen eins ein Erlebnisbecken ist. Im Inneren des Gebäudes finden wir über 10 Becken,  in denen auch Heilbehandlungen vorgenommen werden. Am Bau der geräumigen, hellen Beckenhallen ist der Einfluss der
römischen Badekultur zu erkennen. Die Wannenbäder wurden von den Griechen übernommen, und die Saunas, Schwitzräume und Tauchbecken sind eindeutige Spuren der Badekultur aus dem Norden. Über die natürlichen Heilquellen hinaus, finden wir hier die tiefste (970 m), und wärmste (74°C) Quelle der Hauptstadt, die 1879 entdeckt wurde. Die bekannten Photos mit den Männern, die in einem dampfenden Wasserbecken im Freien (auch im Winter) Schach spielen, sind in vielen Reisebüchern erschienen.
Wassertemperatur: 20-38 °C 
Becken: Schwimm- Erlebnis –und Thermalbecken im Freien, 12 Thermalbecken im Innen.
Zusammensetzung des Wassers: Natrium, Kalzium, Magnesium, Wasserstoffkarbonat, Sulfat. Eine Thermalquelle mit hohem Fluoridgehalt.
Öffnungszeiten: täglich von 6.00 bis 22.00 Uhr

 

 

Lukács Heilbad (II. Frankel Leó u. 25-29.)


Dieses Bad auf der Budaer Seite stammt ebenfalls aus dem Mittelalter, wurde jedoch erst am Ende des 19. Jahrhunderts wieder belebt: es wurde hier ein Bäderkomplex mit einer Heilbadabteilung und einem Heilzentrum errichtet. Die Gesamtatmosphäre des Ortes erinnert an die Zeiten der Jahrhundertwende. Die Danktafeln aus Marmor, die von den früheren Patienten als Vergeltung für ihre Genesung gestiftet, und draußen im Park aufgestellt wurden, sind ’sprechende Zeugen’ dieser Zeiten. Seit den 50ern ist der ’Lukács’ ein beliebter Treffpunkt für Budapester Künstler und Schriftsteller. 
Wassertemperatur: 22-40°C
Becken: 2 Schwimmbecken im Freien, 1 Erlebnisbecken, 5 Thermalbecken im Innen.
Zusammensetzung des Wassers: Natrium, Kalzium, Magnesium, Wasserstoffkarbonat, Sulfatkloried. Eine Thermalquelle mit hohem Fluoridgehalt. 
Öffnungszeiten: 06:00-20:00.

Heute noch im Betrieb befindlichen Bad trifft man auch das kaiserliche Thermalbad ( Császár Bad )aus dem 16. Jahrhundert an. Neben den Heilbädern liegen zudem die Schwimmbäder hoch im Trend.

 

Rudas Heilbad (I. Döbrentei tér 9.)
Das Bad liegt in einer relativ schmalen Zone zwischen dem Gellért Berg und der Donau. Zu den besonderen Werten des Bades zählt neben seiner zentralen Lage, auch das Gebäude: einige Teile, die aus der Türkenzeit (16. Jahrhundert) stammen, haben ihren Originalzustand bis auf den heutigen Tag bewahrt. Unter der charakteristischen türkischen Kuppel - mit einem Durchmesser von 10 Meter - getragen von 8 Säulen, befindet sich ein achteckiges Becken. 
Wassertemperatur: 16-42ºC.
Becken: 1 Schwimmbecken und 6 Heilbecken.
Zusammensetzung des Wassers: Natrium, Kalzium, Magnesium, Wasserstoffkarbonat, Sulfat, radioaktive Thermalquelle mit hohem Fluoridgehalt. 
Öffnungszeiten: Swimming pool: Monday-Wednesday: 06:00 – 18:00. Thursday-Sunday: 06:00 – 20:00. Friday, Saturday: 22:00 – 04:00
Vapor-bath Every day: 06:00 – 20:00. Friday, Saturday: 22:00 – 04:00
For women: Tuesday /50%/
For men: Monday, Wednesday, Thursday/price:50%/ , Friday, Saturday
Group use: Sunday

Das Dampfbad und die Heilbecken wurden zwischen 1936 und 2005 ausschließlich nur von Männern besucht. Im Dezember 2005 konnte eine Gruppe von Menschenrechtlern erzwingen, dass dieser Teil des Bades nicht nur von Männern, wie bisher, sondern seit Anfang dieses Jahres an bestimmten Tagen auch von Frauen besucht werden kann.
Wassertemperatur der Dampfbecken: 16°C, 28°C, 30°C, 33°C, 36°C, und 42 °C.
Wasserspiegeloberfläche: 5; 9; 9; 9; 96,5; 9 m²
Temperatur des Schwimmbads: 29 °C 
Wasserspiegeloberfläche: 278 m²
Zusammensetzung des Wassers: Natrium, Kalzium, Magnesium, Wasserstoffkarbonat, Sulfat; eine radioaktive Thermalquelle mit hohem Fluoridgehalt.

Das Heilbad Rudas ist wieder im Betrieb ab 1ten December 2005.

 

 

Heilbad Király (II. Fő u. 84.)
 Ein Teil des Gebäudes stammt aus der Türkenzeit. Mit dem Bau des Bades wurde im Jahre 1565 begonnen. Ein Becken des Bades befindet sich heute noch im Kuppelsaal aus dem Mittelalter. Das Heilwasser wird in die vier Thermalbecken aus dem Heilbad Lukács  hineingeleitet. Im Jahre 1796 gelang das Bad in den Besitz der Familie König. Sie ließen damals das Gebäude in seine heutige Form umbauen: der frühere Gebäudeteil wurde durch einen klassizistischen Flügel erweitert. Durch die Mischung von alten und neuen Stilelementen wurde das Denkmalwesen des Gebäudes bewahrt. Der heutige Name ’Király’ ist die ungarische Übersetzung von König, dem früheren Besitzer.

Die Temperaturen des Thermalwassers betragen: 26ºC, 32ºC, 36ºC und 40ºC.
Wasserspiegeloberfläche: 8 m², 10 m², 68 m² und 4 m².
Zusammensetzung des Wassers: Natrium, Kalzium, Magnesium, Wasserstoffkarbonat, Sulfatkloried. EineThermalquelle mit hohem Fluoridgehalt. 
Öffnungszeiten: für Männer: Di, Do, Fr: 8-20 Uhr.

Achtung! - Diese Tage sind für die Homosexuell Besuchern beliebt

Für Frauen: Mo, Mi

 

Das Heilbad Rác  ist zur Zeit wegen Rekonstruktion geschlossen.

  

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